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Betreuung

Sprachförderung mittels Musik

 

Musik kann ein positiver Begleiter im Leben eines Menschen sein. Schon im Mutterleib sind Menschen von Klängen und einem Rhythmus umgeben, die prägend die künftige Sprachbildung gestalten. Schon im ersten Lebensjahr sind Kinder in der Lage, nur anhand der Klangfarbe sowie Intonation einer Wortverbindung, deren Bedeutung zu deuten. Gemeinsam mit dem Rhythmus, einer intakten Anatomie und einem funktionierendem Nervensystem, können Emotionen mit Musik verbunden werden. So erleben Kleinkinder durch Musik ihre Wahrnehmung, Ausgelassenheit und Glück. Mit ca. 2 Jahren kann es zu intuitiv - eigenständigen Liedern kommen, was unter anderem Einfallsreichtum benötigt, diesen aber auch zugleich weiter fördert. Gesang und gedichtete Verse werden insbesondere in diesem Alter sehr gut von Kleinkindern angenommen, wenn sie von einer vertrauten Person vermittelt werden. So können sie diese auch aufnehmen und mit eigenen Erfahrungen verbinden. Sich gemeinsam zur Musik zu bewegen, fördert unter anderem das Sozialverhalten und beim Musizieren wird die visuelle, auditive und taktile Wahrnehmung angeregt. Hierzu benötigen Kinder nicht nur die Vorstellungskraft, sondern auch motorische, koordinative und kreative Fähigkeiten, die durch das Musizieren wiederum weiter ausgebildet werden können. Die Kindertagespflegeperson dient als gefühlvoller Vermittler und Bestärker. Sie muss ebenso motiviert wie strukturiert das Angebot gestalten und im Alltag umsetzten, wenn die Kinder dieses annehmen. In meinem Alltag als Kindertagespflegeperson möchte ich daher Musik als Ritual anwenden, um die Übergänge der Tagesstruktur zu erleichtern, aber auch als festes Angebot einsetzen.

Mit Musik können zum einen kinderleicht Alltagsstrukturen, Gemeinschaftsempfinden, Sozialverhalten, eigene Gefühle, Zuneigung, Wortschatzbildung, Bewegungsdrang, Selbstwahrnehmung, Hörvermögen, Kognition und Informationsweitergabe vermittelt, aber auch unterstützt werden. Es bietet Kindertagespflegepersonen die Möglichkeit einen Zugang zu den zu betreuenden Kindern zu bekommen und ihnen eine Orientierungshilfe im Alltag zu bieten, indem Tagesabläufe mit Musik eingeleitet werden und so den Kindern ein Sicherheitsgefühl gegeben wird. Die Spracheentwicklung ist zu tiefst mit Klang und Takt verbunden. Die Musik kann somit eine kommunikative Unterstützungsmethode darstellen. Kleinkinder können Musik und Sprache aufnehmen, wenn die Kindertagespflegeperson diese vermittelt und begleitet, da die Kleinkinder diese so mit eigenen Erfahrungen verbinden können. Damit steigert die Kindertagespflegeperson auch das Interesse ebenso wie das Durchhaltevermögen der Kinder zum gemeinsamen Musizieren und Singen. Die Motorik folgt auch einem Taktschema und wird so durch das Musizieren ebenfalls gefördert.

Lebewesen müssen miteinander kommunizieren. Zum einen um miteinander in Kontakt treten zu können und zum andern um sich individuell ausdrücken zu können. Takt und Bewegung gehört zu unserem Leben. Je früher Musik von den Bezugspersonen eines Kleinkindes als bewusstes Mittel eingesetzt wird, desto eher und leichter besteht die Möglichkeit, dass sie ihre Sinne wahrnehmen und ausbauen. Gemeinsames Musizieren schafft ein Gefühl der Verbundenheit und wirkt motivierend. Es steigert das Hörvermögen, ebenso die Beweglichkeit und letztendlich das Sprachverständnis und -entwicklung. Tagtäglich kann dieses Mittel eingesetzt und so auf die individuellen Fähigkeiten der Kinder eingegangen werden. Gerade in den ersten drei Lebensjahren möchte ich eine Beziehung und Umgebung schaffen, die zur verbalen und non-verbalen Kommunikation anregt.

Beispielhafter Tagesablauf

 


Ich begrüße jedes Kind individuell und gebe den Eltern Zeit für ein kurzes Gespräch, um Besonderheiten zu klären und Informationen auszutauschen, die für die Betreuung wichtig sind. Wenn alle Tagespflegekinder um 08:30 Uhr vor Ort sind, möchte ich mit dem gemeinsamen Frühstück der mitgebrachten Mahlzeit beginnen. Da die Kinder bis dahin frei Spielen können, beende ich dies mit dem Aufräumlied, welches auch vor dem Mittagessen oder bevor die Kinder abgeholt werden eingesetzt wird. Nachdem sich die Kinder an den Tisch gesetzt haben oder wenn sie noch nicht laufen können, an den Tisch gesetzt wurden, möchte ich die Mahlzeiten mit einem Tischspruch einleiten. Nach den Mahlzeiten trage oder gehe ich mit den Kindern, wenn sie sich die Ärmel hochgekrempelt haben oder hochgekrempelt wurden, ins Bad. Wenn sich die Kinder die Hände gewaschen haben oder gewaschen wurden, wird das Zähneputzen mit dem Zahnputzlied begleitet. All dies dient dazu, die Kinder in ihrer Selbstständigkeit und ihrem Selbstbewusstsein zu unterstützen. Letzteres soll ihnen zudem Hygiene sowie Körperpflege nahebringen. Den Morgenkreis würde ich mit dem Lied einleiten: “Der Ball der rollt jetzt“. Dazu wird ein Ball der bei Bewegung klingelt, zu jedem Kind gerollt und dessen Name in den Liedtext mit eingebunden sowie ggf. zum Sprechen aufgefordert. Anschließend möchte ich den Kindern vier Piktogramme zeigen, aus denen nacheinander ein Kind eines auswählen darf. Jedes Piktogramm steht für ein Lied/Kinderlied/Bewegungslied, Kniereiter- oder Fingerspiel. Danach folgt das Abschlusslied.

In der Freispielzeit können die Kinder selbst wählen, was sie wann und mit wem Spielen möchten. Die Kinder lernen hierdurch ihren Wünschen sowie Bedürfnissen zu folgen und Ausdruck zu verleihen. Ebenso werden ihnen Konsequenzen ihres Handelns bewusst und auch Konfliktsituationen können trainiert werden. Hierbei werde ich die Kinder altersentsprechend unterstützen, diese selbstständig zu lösen. Zudem schalte ich den Kindern auf Wunsch Kinderlieder-CDs ein. Das geleitete Spiel wird in Form von Malen, Zeichnen, Kneten und Basteln mit unterschiedlichsten Materialien regelmäßig von mir angeboten. Altersentsprechend werden die Kinder von mir in die Haushalttätigkeiten sowie die Vorbereitung der Mahlzeiten einbezogen. Auch hier kann mit Hilfe des Radios, Musik eine gelöste Stimmung schaffen und beim Kochen auch mal spontan ein Tänzchen eingelegt werden.

Ich biete den Kindern eine frisch zubereitete und ausgewogene Ernährung, als Bestandteil für eine gesunde Lebensweise an. Zur Vermittlung der Esskultur, gehört es auch, dass die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen werden. Ebenso achte ich verstärkt darauf, saisonale Produkte zu verwenden, die biologisch und/oder regional angebaute wurden. Ich möchte die Kinder dazu motivieren auch unbekannte Lebensmittel zu probieren und gerne ihre Mahlzeiten zu Essen. Daher rege ich die Kinder altersentsprechend an, bei der Vorbereitung der Mahlzeiten teilzunehmen sowie ihre Sinneswahrnehmungen und Motorik zu fördern.

Auch das individuelle Umkleiden zur Mittagszeit, dient der Förderung der Motorik, Körperwahrnehmung und Selbstständigkeit sowie des Gleichgewichtssinns und Selbstbewusstseins. Jedem Kind wird ein Schlafplatz bereitgestellt, mit seinem individuellen Schlafzeug. Älteren Kindern, die keinen Mittagsschlaf mehr machen möchten, biete ich einen Ruhebereich mit einer ruhigen Beschäftigung an. Nachdem Mittagsschlaf beginnt die Abholzeit der Kinder, die 35 Std. - 40 Std./Woche betreut werden. Anschließend hole ich mit den Kindern, die bis zu 45 Std./Woche betreut werden, gemeinsam meine Tochter aus der ca. 2km entfernten OGS mittels Auto ab. Danach nehmen wir gemeinsam eine Zwischenmahlzeit ein. Damit schließen wir den Tag in der Kindertagespflegestelle Piu-Piu um 16:30 Uhr ab.

Umgang mit Erkrankungen

 

Sollte Ihr Kind z.B. Fieber, Durchfall, Erbrechen oder eine infektiöse Erkältung (gelblicher Nasenausfluss) haben, bitte ich Sie, Ihr Kind zu Hause zu lassen. Ich informiere Sie im Falle einer Erkrankung meiner Tochter oder mir, so dass Sie selbst entscheiden können, Ihr Kind in die Betreuung zu geben oder wenn keine Betreuung möglich ist, dass Angebot des Bochumer Vertretungsstützpunktes in Anspruch zu nehmen. Damit es nicht zu Ansteckungen kommt, ist eine Betreuung bei Erkrankungen wie Scharlach oder Hand-Fuß-Mund nicht gestattet und muss mir umgehend gemeldet werden.